Ansichten von Wiesen


Der Kirchplatz in der Dorfmitte.


Sommerfrische am Wiesener Wörthsee.


Das Besondere am Altmainstadion: Fußballspielen beim Dorffest mit Blick auf den Staffelberg.


Wiesen versteht es zu feiern.


Oldtimertreffen an einem schönen Sommertag.


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30.09.2026

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg auf Exkursion in den Eierbergen

Der Ferne Osten verweilte zu Besuch in Bayerns hohen Norden. Eine der Exkursionen der Gäste aus Japan führte in die Waldungen der Waldkorporation Wiesen e. V. Der dort paraktizierten Bewirtschaftungsform im Bereich Nieder- und Mittelwald galt das explizite Interesse der Forstleute aus Japan.

Bilderstrecke (Bitte auf Bild klicken, um Ansicht zu vergrößern).

Fünf Forstprofessoren und 14 Forststudentinnen und -studenten von den Universitäten in Kagoshima und Iwate sowie der Akademie für Forstwissenschaften und Kultur/ Gifu in Japan besuchten am 19.09.2026 die Waldkorporation Wiesen. Sie hielten sich für 10 Tage in Deutschland auf, wo sie an der Deutsch-Japanischen Forstlichen Summer School der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (am Neckar) teilnehmen. Das forstliche Ausbildungsprogramm wurde heuer zum 20. Mal vom Rottenburger Waldbauprofessor Sebastian Hein und seinem Mitarbeiter Jojada Lippert organisiert. 
Eine Woche lang reisen die angehenden japanischen Forstleute durch Baden-Württemberg, Bayern und Hessen und besuchen interessante Orte der Waldbewirtschaftung. Begleitet wurden sie dieses Jahr von Professor Sebastian Hein und seinem Kollegen Christoph Schurr aus der Waldpolitik. In Wiesen interessierte sie die Bewirtschaftung des Waldes als Mittel- und Niederwald und die besondere Rechtsform der Waldkorporation. Auch in Japan gibt es eine Art Gemeinschaftswälder, die dort Satoyama heißen.
Franz Böhmer, der Vorstand der Waldkorporation Wiesen, begrüßte die japanischen Gäste und ihre deutschen Begleiter bei bestem Exkursionswetter vor der Wiesener Kirche mit Brezeln und Wiesener Bier der lokalen Brauerei Thomann. Mit dabei waren Pater Lijoy Jacob Thanikkal O. Carm und Stephan Thomann, der Jagdpächter des Korporationswaldes. Dank der exzellenten Dolmetscherin Akiyo Yasui klappte die fachliche Kommunikation bestens.
Höchst interessiert begutachteten die japanischen Gäste dann den letztjährigen Niederwaldschlag. Franz Böhmer beantwortete viele Fragen zum Waldbau, zur Aufteilung des Schlages und der Verlosung der Lagen unter den Nutzungsberechtigten. Spannend fanden die japanischen Forstleute auch die Auskünfte zur großen Artenvielfalt auf diesen Niederwaldflächen, z.B. von Käfern, und der Unterstützung durch das Bayerische Förderprogramm.
Ein herzliches Dankeschön richteten die Gäste an Franz Böhmer für die bemerkenswerte Führung, in der keine Frage offenblieb. Sie nehmen viele wertvolle Eindrücke aus dem Wiesener Korporationswald mit zurück in den Fernen Osten.

Text Prof. Dr. Christop Schurr

Die wertvollen Eindrücke bestätigte Prof. Yukia TERAOKA von der Kagoshima Universität, Japan, in Form einer E-Mail an den Korporationsvorsitzenden:
Wir waren sehr beeindruckt von Ihrem langjährigen Engagement für die Bewirtschaftung des lokalen Waldes. Obwohl es auch in Japan Fälle von fragmentiertem Waldbesitz gibt, fehlt es heute in den meisten Fällen an ordnungsgemäßer Bewirtschaftung; Ihre Aktivitäten haben uns wertvolle Erkenntnisse geliefert.
Ich hoffe aufrichtig, dass Ihre Aktivitäten fest aufrechterhalten werden.

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Franz Böhmer

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Idee, Texte und Bilder: Franz Böhmer